Marsa Alam – Wüstentour

Reiseblog - Sonnenuntergang Marsa Alam

Runter vom Wasser, reizte uns schnell eine ganz andere Facette Ägyptens.
Also hieß es für uns: Ab in die Wüste, vielleicht lernt man etwas Neues über die Nomaden und das Leben in der Wüste.

 

Der Ausflug

Wir entschlossen uns, die Wüstentour mit Quadfahrt und Kamelritt zu buchen.
Momentan würden wir euch davon abraten, da im arabischen Raum eine Kamelgrippe grassiert, die für den Menschen lebensbedrohlich sein kann. Informiert euch auch in diesem Fall am besten über das Auswärtige Amt.
Beim Reiseveranstalter kostet der Ausflug ca. 45 EUR. Wie immer gilt: Handelt ihr mit den Verkäufern, die ihr am Strand oder am Hafen seht, geht das auch billiger.
Verkauft bekommt ihr hier die selbe Tour, also keine Angst.

Wie immer ist das Abholen am Hotel mit dabei. Da die Tour bis in den Abend geht, wurden wir erst nach dem Mittagessen abgeholt.
Vom Hotel aus ging es auf die Straße in Richtung Wüste. Irgendwo im Nirgendwo dann das erste Ziel: Ein provisorisches Zelt, an dem mehrere Busse parkten.
Vor Ort gab es eine Flasche Wasser.  Nach einiger Zeit, wir haben noch auf andere Gäste gewartet, wurden wir auf Jeeps aufgeteilt und begannen unsere Tour in die Wüste. 
Wer den Hautkontakt zu Menschen nicht schätzt, sollte die Tour besser nicht machen 😉

Auf dem Weg versorgte uns der Begleiter immer wieder mit Informationen. Zum Beispiel, wie man früher in der Wüste überlebt hat, woran man erkennt ob es in der Gegend Wasser gibt und mit Informationen zu seiner Kultur.
Der erste Stop war ein Akazienbaum. In einem Tal, rund herum nur Steinwüste stand ein einzelner Baum. Das Zeichen für Wasser und Leben.


Reiseblog Marsa Alam

Nach kurzer Zeit ging es wieder zurück in den Jeep und weiter. Der nächste Halt war ein Berg in der Wüste. An sich nichts besonderes, aber die Aussicht war wirklich sehr schön! 

Reiseblog - Marsa Alam Akazie weit

Reiseblog - Berg Marsa Alam
Weiter ging es in Richtung dem Beduinendorf. Natürlich sind es keine echten Beduinen und auch das Dorf ist für touristische Zwecke ausgelegt, aber anders ist es wohl nicht möglich. Wie sollte man auch umherziehende Menschen ständig am selben Ort besuchen können?
Wir wurden durch das Dorf geführt. Vom Brunnen bis zum Viehstall haben wir alles gesehen.Neben den Besuchern hielten die Bewohner nämlich Kamele und Ziegen.

Reiseblog - Ziege aus Marsa Alam

 

Reiseblog - Marsa Alam Beduinendorf

 

Reiseblog - Ziegenstall

Quad fahren

Nach dem Rundgang dann das Highlight. Quad fahren durch die Wüste. Wenn man braucht, kann man sich einen Pali kaufen. Habt ihr euren eigenen dabei, auch ok! Euch wird geholfen, ihn anzulegen.
Begleitet von mehreren Guides fährt man quer durch die Pampa. Ausscheren ist aber nicht erlaubt. Wer mitten in der Linie ist, hat also nicht viel Spielraum.

Reiseblog - Quad Fahren

 

Mein Tipp deswegen: Sucht euch, wenn ihr mehrere seid, die letzten Quads aus. Ihr seid nicht im Fokus der Guides und könnt euch ein wenig fallen lassen, um die Strecke ein wenig auskosten zu können. 
Wäre ich die ganze Zeit in der Kolonne gefahren; ich wäre eingeschlafen!

 

Zurück im Lager könnt ihr, wenn ihr wollt, auf einem Kamel reiten, beziehungsweise euch auf einer kleinen Runde führen lassen. 
Das Interessanteste hieran ist das Aufstehen und Hinlegen des Kamels. Sonst ist der Ritt eher gemütlich, :-). Hier habt ihr die Möglichkeit etwas kühles zu trinken. Kostet allerdings 3 EUR die Dose. 
Ein wenig später gibt es das gleiche außerdem umsonst 😉

Reiseblog - Kamelreiten

 

Als Nächstes steht nämlich das BBQ auf dem Plan. Leckeres Essen, frisch zubereitet unter Sternenhimmel in einem kleinen Amphitheater. Auch hier gilt dasselbe wie auf dem Schiff: Einfache Speisen, damit jeder Gast satt wird. 
Nebenbei gibt es eine kleine Show. Ein Fakir, eine Bauchtänzerin und ein Derwisch. Wer es noch nicht gesehen hat, wird sicher vom Essen abgelenkt.

 

Vor der Heimfahrt dürft ihr noch durch ein Teleskop einen Planeten beobachten. Wenn kein anderer gefunden wird, dann eben der Mond.

Dann heißt es Rückweg. Quer durch die Wüste, in totaler Dunkelheit fährt euch der Fahrer zielsicher in Richtung der Zelte am Straßenrand. Dort angekommen, geht es in die Busse und ab nachhause.

Fazit

Ein netter Zeitvertreib für Jung und Alt. Man lernt ein wenig über die Wüste und die Beduinen, reitet auf einem Kamel und darf Quad fahren.
Wer hier kulturelle Erfahrungen erwartet, ist aber fehl am Platz. Da legen wir euch die Touren in Richtung Kairo, Luxor und Assuan ans Herzen. Mittlerweile ist es auch wieder möglich!

Macht ihr den Ausflug nur wegen der Quad Fahrt mit, dann sucht euch lieber einen anderen Anbieter. Für das gleiche Geld könnt ihr viel länger fahren und verpasst nichts weltbewegendes.

Wir finden: Das Geld wert, wenn man ein wenig aus dem Hotel raus kommen will.

 

 

 

3 thoughts on “Marsa Alam – Wüstentour

  1. Hey! Das hört sich ja alles in allem nach einem spannenden Ausflug in Ägypten an 🙂 die Bilder sind auch wirklich total schön geworden, da bekommt man selbst direkt Lust auf Urlaub 😀 Auch auf meinem Blog gibt’s viele Reiseberichte von mir, unter anderem auch von Ägypten: http://www.maikikii.de/reisen. Gerne einfach mal durchstöbern 🙂 Liebe Grüße!

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