Wien – Bei Prinzessinnen, Kaisern und TGI Fridays

Die Wüste Ägyptens haben wir hinter uns gelassen. Wer uns kennt, weiß: Die nächste Reise lässt nicht lang auf sich warten 😉 Schon bald sehnten wir uns nach einer europäischen Metropole.
wir entschieden uns für Wien. Eine Stadt, die auf jeden Fall eine Reise wert ist! Sie bietet euch eine riesige Vielfalt an Geschichte bis hin zu moderner Kunst.
Wir haben haben 3 Tage in der Kaiserstadt an der Donau verbracht.

Schloss Belvedere

Anreise und Unterkunft

Den Flug haben wir diesmal direkt über Germanwings gebucht. Ein kleiner Spartipp, wenn ihr zu Zweit fliegt: Nutzt den Basic-Tarif und nehmt nur einen Koffer dazu. Für eine Städtereise sollten 23kg  Gepäck für 2 Personen ausreichen.
Wie auch in Zürich haben wir uns für eine Unterkunft über airBnB entschieden. Der Vorteil war auch hier wieder eindeutig: Wir haben eine günstige Unterkunft gefunden, in der wir uns, unabhängig von Restaurants, verpflegen konnten.  Diesmal nutzten wir ein eigenes Apartment. Dadurch hatten wir zwar keinen täglichen Kontakt zu unserem Vermieter, bei der Übergabe gab er uns jedoch seine Handynummer und war ständig für uns erreichbar.

Was ist airBnB

Schloss Belvedere

Was ist Los in Wien?

Vorab ein paar grundsätzliche Tipps:

  • Der Hauptbahnhof ist nicht direkt in der Stadt
  • Die Kellner sind nicht unhöflich. Ihre etwas schroffe Umgangsart ist dort Gang und Gäbe (der berühmte Wiener Schmäh)
  • Der Viennapass lohnt sich!
  • Es gibt viele freie WIFI Netzwerke in Wien

Aufgrund unseres recht kurzen Aufenthalts in Wien entschieden wir uns als Wien-Neulinge, vor allem die „typischen“ Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Wer die Stadt vielleicht auch noch nicht live erlebt hat und auf kitschige Schlossanlagen steht, sollte jetzt auf jeden Fall die Augen aufhalten!

Schloss Schönbrunn

Schloss Belvedere

Das barocke Schloss Belvedere war für uns direkt um die Ecke, da unsere Wohnung im selben Bezirk (Landstraße) lag. Das Schloss diente früher als Sommerresidenz der Habsburger Familie. Sie ist aufgeteilt in das Obere und Untere Belvedere. Beide Gebäude kann man besichtigen, sie sind jedoch nicht in dem Viennapass enthalten. Wer sich für Kunst interessiert, für den sind beide Ausstellungen jedoch ein muss! Aber auch für jeden anderen lohnt es sich, das Schloss von Innen zu sehen.

Die Gärten sind in einen Skulpturenpark, der den Aufstieg in den Olymp darstellen soll, und den unteren, Blumengarten, aufgeteilt. Kommt hier am besten im Sommer oder Frühjahr her. Bei unserem Ausflug im November sah es recht trostlos aus.

Schloss Belvedere

Schloss Schönbrunn

Wer nach Wien geht, muss das Schloss Schönbrunn sehen! Es ist ein atemberaubendes Bauwerk. Wenn man bedenkt, dass es 1650 fertiggestellt worden ist, fragt man sich, warum so manche Großprojekte heutzutage so lange dauern ;-). Sowohl von Innen als auch von Außen ist es einen Ausflug wert. Die Architektur und die Malereien an Decken und Wänden habe ich noch in keinem europäischen Bauwerk in dieser Pracht und Fülle gesehen.  Und auch der Garten ist, wenn man nicht gerade wie wir im Winter da war,  eine Augenweide mit vielen Farben. Ich würde behaupten: Eines der schönsten Schlösser Europas!

Schloss Schönbrunn

Der Prater

Wer eher auf der Suche nach Action ist, und wem Architektur und Kultur als Pflichtveranstaltung vorkommt, der sollte zum Prater in der Leopoldstadt gehen. Am besten nutzt ihr hier die Linien U1 oder U2, zur Haltestelle Praterstern. Es ist ein riesiger Park mit Schwimmbad, vielen Liegewiesen, Spielplätzen und einer eigenen Bahn. Das Highlight ist jedoch die ganzjährige Kirmes mit Fahrgeschäften, kleineren Buden und natürlich dem berühmten Wiener Riesenrad

Für die Fußballfans unter euch: Das Ernst-Happel-Stadion grenzt direkt an den Prater Park.

Prater in Wien

Prater

Unser Highlight: Die Karlskirche

Egal, ob ihr eher der Sissi-Typ seid oder der Adrenalinjunkie: Die Karlskirche müsst ihr euch ansehen! Die Barock-Kirche aus dem 18 Jahrhundert beeindruckt sowohl von Außen als auch von Innen durch ihren Baustil. Der Eintritt ist frei. Wenn ihr in die Kuppel fahren möchtet, kostet das als Erwachsener 8 €. Schüler und Studenten zahlen 4€. Bedauerlicherweise war unsere Sicht auf die wunderschönen Deckenmalereien etwas eingeschränkt, da in der Kirche gerade zu unserem Besuch renoviert wurde. 

Karlskirche in Wien

Karlskirche in Wien

Karlskirche in Wien

Fazit

Die touritypischen Stopps in Wien sind wirklich sehenswert. Wir haben uns besonders am Prater und in der Karlskirche wohlgefühlt. Der Naschmarkt ist sicher auch einen Besuch wert, musste bei uns aber leider aufgrund fehlender Zeit ausfallen (Sonntags haben die Stände geschlossen!). Es lohnt sich zudem, einen gemütlichen Stopp in einem der unzähligen Cafes einzulegen. Bei Wiener Melange und Sachertorte den benachbarten Wiener Originalen und ihrem herrlichen Dialekt zu lauschen, ist schon wirklich einmalig 😉 Die Ami-Opfer unter uns haben außerdem die Möglichkeit, einem TGi Fridays einen Besuch abzustatten. Die Preise bewegen sich generell in einem Großstadt-üblichen Bereich. Die Wahrzeichen der Stadt sind wunderbar gepflegt – abseits der Prachtbauten erschien uns die Stadt stellenweise jedoch leider etwas… renovierungsbedürftig. 

Prater

2 thoughts on “Wien – Bei Prinzessinnen, Kaisern und TGI Fridays

  1. Hallo, schön dass es dir in Wien gefallen hat. 😀
    Aber wo warst du denn unterwegs, wenn du Wien renovierungsbedürftig fandest? 😀 Ich finde nämlich Wien ist eine wundervoll gepflegte Stadt. Oder vielleicht bin ich auch einfach leicht zu begeistern, weil ich eigentlich aus dem Osten Deutschlands komme. Dort standen zumindest als ich dort gewohnt habe (das ist jetzt ca. 7 Jahre her), in Städten teilweise noch vom Krieg zerbombte Häuser. Daher nehme ich Wien als extrem herausgeputzt wahr. Aber es gibt natürlich wie in jeder Großstadt, Bezirke die für höhere Einkommensklassen gedacht sind und daher auch etwas hübscher aussehen, als Andere.
    Viele Grüße aus Wien

  2. Hi Weltentdeckerin,
    vielleicht haben wir uns hier etwas zu hart ausgedrückt 🙂 die Stadt ist nicht baufällig oder total herunter gekommen! Man merkt jedoch, dass der Fokus auf die Prunkbauten und die Innenstadt gelegt wird. Wahrscheinlich eben wegen dem Tourismus.

    Etwas weiter außerhalb findet man öfters dreckige Gassen und baufälligere Häuser, nichts dramatisches aber im Vergleich zu der Innenstadt doch ein großer Unterschied
    Burri

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