Touristensteuer 2016: Was ändert sich für Urlauber?

Touristenabgabe Mallorca

Am ersten Juli ist es so weit: Die Regierung der Balearen führt die umstrittene Touristensteuer ein.
Wofür sie genutzt wird, wie es dazu kam und ob es ein Schlupfloch gibt, um sie zu umgehen, erfahrt Ihr jetzt!

Der unendliche Strom an Touristen bringt die größte Insel schon seit Jahren an ihre Grenzen. Sowohl die Einheimischen als auch die Natur von Mallorca leidet seit Jahren unter der rücksichtslosen Masse an Touristen. Sie hinterlassen jährlich Tonnen von Müll und treiben die Mieten für Einheimische in die Höhe. Pro Nacht sollen ab dem ersten Juli zwischen 25 Cent und 2 Euro pro Person gezahlt werden. Wie hoch die Touristensteuer ist, richtet sich nach der Art der Unterkunft.

Was erhofft sich die Regierung durch die Touristensteuer?

Die Regierung möchte die Zukunft der Insel sicherstellen. Durch die erwarteten, zusätzlichen Einnahmen von 50 bis 80 Millionen Euro im Jahr soll der Erhalt der Natur unterstützt werden. Außerdem möchte die Insel weg von dem Image der Partyhochburg – Die Zukunft der Insel soll der nachhaltige Tourismus sein.

Die wahren Opfer – die kleinen Hoteliers

Bereits vor knapp zehn Jahren gab es eine Tourismusabgabe: Damals kehrte ein Großteil der deutschen Touristen der Insel den Rücken. Die Hoteliers liefen Sturm und die Steuer wurde nach nur einem Jahr wieder abgeschafft. Auch dieses Mal äußerte der Hotelier-Verband vehement seine Bedenken, die Regierung interessierte das aber nicht. Womöglich auch, weil sich die großen Hotelketten diesmal aus dem Streit heraus gehalten haben. Ein Einbruch der Touristenzahlen würde die kleinen Hoteliers, die nur ein Hotel besitzen, unglaublich hart treffen.

Mallorca Touristensteuer
Landschaft Mallorca

Die Forderung der Umweltschützer

Der Verband der Umweltschützer sieht die Existenz der Natur trotzdem noch bedroht. Auch mit der Tourismussteuer wird im ersten Sommer eine neue Dimension der Besucherzahlen erwartet. Sie fordern vielmehr eine Beschränkung der Höchstzahlen von Besuchern und zudem eine Begrenzung der Übernachtungsmöglichkeiten.

Außerdem sei vollkommen unklar, wofür genau die Abgaben genutzt werden. Die drei regierenden Linksparteien einigten sich auf einen umfassenden und sehr undurchsichtigen Kompromiss, der die Investitionen nur sehr schwammig regelt. Wollt ihr die Sonderabgabe umgehen, gibt es einen einfachen Trick: Mietet euch zum Beispiel über AirBnB eine Wohnung. Wie die Abgabe auf privat vermietete Wohnungen umgelegt wird, hat sich die Regierung noch nicht überlegt.

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Wir hoffen wir konnten euch einen Überblick verschaffen. Ihr habt noch Fragen?
Immer raus damit!

Bis Bald

Euer

Burri

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